Tante Pop

happiness is a warm gun

Die Abenteuer der Tante Pop 2011-2016. Powered by Blogger.

Montag, 31. Dezember 2012

Also eins ist mal klar, das war ein tolles Jahr

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Manches lief anders als gedacht - das kümmert uns nicht heute Nacht. Wir verabschieden uns mit Max Raabe aus diesem Jahr. Ja, er hat recht. Wir sind immernoch schön, und was Morgen ist wird man sehen. Treffender kann man es nicht formulieren. 2012 war ein ereignisreiches Jahr und wie immer passiert vieles was man ein vorher nicht einmal erahnen konnte. Wir sind gespannt was 2013 bringt. Vielleicht finden wir sogar einen Weg den Vatikan zu erneuern. Der Tante Pop ist ALLES zuzutrauen!

Am Jahresanfang wird es direkt was Schönes zu gewinnen geben, also hurtig wieder vorbeischauen!


Und manchmal wenn man nicht dran denkt, bekommt man es geschenkt.

Samstag, 29. Dezember 2012

Video des Tages: "Koko says" von Two Kazoos

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In unserem Best-Of erwähnten wir ja zum wiederholten Male wie großartig Phoebe Kreutz ist. Auf Tour mit Matt Colbourn bilden die beiden zusammen das Duo Two Kazoos mit 'Koko says' als Smashhit. Hier gibts endlich ein Musikvideo dazu, in dem man, nunja, sieht was besungen wird. Die Geschichte von Koko, dem..äh der Gorilla..in, ist wirklich faszinierend, wer ein paar Minuten Zeit hat (und die hat man wenn man hier virtuell rumlungert) sollte man das mal wikipedieren.

Freitag, 28. Dezember 2012

Das Tante Pop Best-Of 2012

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Letztes Jahr haben wir bei Top Of The Blogs teilgenommen um unsere Highlights kundzutun. Grade finden wir aber solche Listen eher unbefriedigend, sodass ich in mich gegangen bin und überlegt habt, welches dieses Jahr meine persönlichen Musikhighlights waren. Dazu hab ich mir aus jedem Monat einen Artikel ausgesucht, der nochmal besondere Aufmerksamkeit verdient (Selbstverständlich haben alle Artikel Aufmerksamkeit verdient).



Mittwoch, 26. Dezember 2012

Album für Album: The Kinks - Lola Versus Powerman and the Moneygoround, Part One (1970)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Montag, 24. Dezember 2012

Die Wahrheit über Weihnachten - Damien Jurado "Kalla Hus"

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Damien Jurado ist wundervoll. Und wenn es ein Mensch schaffen kann, ein Lied als 'Weihnachtssong' zu präsentieren und auch noch dreist zu behaupten, er sei ein Fan von Weihnachtssongs, dann ist er entweder unfassbar naiv - oder eben Damien Jurado. Denn mit dieser großartigen Ironie schafft es der Mann, dass sein persönlicher Weihnachtsong Kalla Hus (schwedisch für 'kaltes Haus', wenn uns unser Schwedisch nicht täuscht) eine ganz besondere Abhandlung dieser seltsamen Tage Ende Dezember ist. Sicherlich, als Kind hat Weihnachten noch etwas Magisches. Für manchen zumindest. Aber je älter man wird, desto auffälliger ist doch, wie sinnlos dieses Fest sein kann. Entweder man ist immer eine Familie/hat ein schönes Leben/ist glücklich - oder eben nicht. Weihnachten ändert nicht mal eben für ein paar Tage etwas daran.

Da Damien Jurado so ein klasse Typ ist (auch wenn er vielleicht des Öfteren grimmig dreinschaut. Auch grimmige Menschen können nett sein!) - verschenkt er 'Kalla Hus'! Daher sollte es hier nun heruntergeladen werden und bitte aus - beinahe - jedem Wohnzimmer, oder wo auch immer der Weihnachtsbaum steht, schallen:

Samstag, 22. Dezember 2012

"The Future Is Unwritten" - zum 10. Todestag von Joe Strummer

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Vor 10 Jahren ist Joe Strummer ganz plötzlich verstorben. Es war nicht nur der Verlust einer Punkrocklegende zu einer Zeit, in der auch ein Großteil der Ramones das Zeitliche gesegnet hat. Nein, sein Tod ist ein Verlust an Schaffenskraft, welche grade in seinen letzten Jahren das Beste aus allen ihm bekannten Musikwelten umfasste – und es waren viele Welten. Er blieb nicht wie andere berühmte Charaktere seiner Epoche beim (Punk-)Rock stehen – er ging schon mit The Clash weiter und schuf so eindrucksvoll vielseitige Alben wie Combat Rock und vor allem Sandinista!

Freitag, 21. Dezember 2012

Hier kommt schon wieder das Ende der Welt...

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...und hier sitzen wir und warten bis alles zerfällt. Weltenden sind eigentlich eine gute Sache. Letztes Jahr (?) sollten an einem Tag alle Christen in den Himmel aufsteigen. Wir hatten zufällig eine Party in der Wohnung und haben gespannt aus dem Fenster geschaut, aber leider keine HimmelfahrerInnen erblickt. Allerdings haben wir auch auf Kreuzberg geschaut, da kann der Fehler gelegen haben. Nun also, ja, was eigentlich? Ach, ist auch egal. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre auf diesem ja doch ganz robusten Planeten. Wenn nur die ganzen nervigen Menschen nicht wären, vor allem an Bushaltestellen. Abhilfe schafft gute Musik auf den Ohren (und Gewalt, aber erstmal kann man es mit Musik probieren), und mit der werden wir auch nächstes Jahr zuhauf versorgt - darauf freuen wir uns.

Das zum Lied 'Bushaltestelle' (hier das Original - 'The Bus Stop Song' von The Philistines Jr.) zugehörige Album Nein! kann man zum Beispiel ganz wunderbar an eisigen, dunklen Bushaltestellen hören.


Mit freundlicher Genehmigung von Locas In Love. Vielen Dank!

Samstag, 15. Dezember 2012

Ein Herz für Busfahrer, Falafel und alles andere Bedeutsame - Elly Kingdon

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Wer weiß wo Stoke-On-Trent ist? Kaum jemand? Das ist nachvollziehbar, handelt es sich doch um eine unscheinbare 250000-Einwohner-Stadt mitten in Großbritannien. Eine Attraktion hat die Stadt aber zumindest - Elly Kingdon. Sie spielt Bariton-Ukulele und schreibt permanent kleine, feine Lieder.



Freitag, 14. Dezember 2012

Video des Tages: "Der Mond" von Rocko Schamoni

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Vor exakt 40 Jahren war zum bisher letzten Mal ein Mensch (Amerikaner, männlich, weiss) auf dem Mond. Generell ist sowas natürlich haarsträubend teurer Quatsch. Trotzdem wird die Tante Pop nach der Machtübernahme eine eigene Mondmission auflegen - um Geld zu sparen allerdings nur One-Way. Als tapfere Mondhelden auserkoren sind bereits: Dirk Niebel, Kai Dieckmann, die komplette NPD (hey, das Verbotsdings ist auch sauteuer, und im Gegensatz dazu wäre diese Maßnahme sehr viel nachhaltiger), Hartmut Engler, Nickelback, Kardinal Meisner (und sonstige talibaneske Eiferer*), Klaus Wowereit, der 'Verfassungsschutz', Xavier Naidoo, Der Wendler, 3 Abmahnanwälte (zufällig ausgewählt, zur Abschreckung), und noch ein paar Pharmavertreter, Versicherungsvertreter, Makler, Investmentbänker und Unternehmensberater. Sollte es gelingen ein Großraumschiff zu bauen wird außerdem mit dem Ankreuzen der FDP automatisch ein Ticket zugeteilt.

Puh, bei soviel Schlechtigkeit auf einem Haufen – wer kann uns wieder einen Lichtstrahl in die Dunkelheit musizieren? Rocko Schamoni kann das. Hier. Der Mond.



*Verklagen sie uns ruhig, ich freu mich drauf - das ihre Haltungen, insbesondere zu Sexualität und Kultur in großen Teilen denen der Islamisten ähneln (='talibanesk') kann ich nachweisen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Gratismusik: A Letter A Day

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Keith ist ein gewöhnlicher Typ, zumindest sieht er sich so. Er hat allerdings große Wut – auf die Regierung seines Landes und so ganz generell, weil die Welt so schlecht ist. Die üblichen Sachen – Privatisierungen, Reiche immer reicher, Arme immer ärmer, Krieg, Ungerechtigkeit etc. Deswegen schreibt er ab März 2012 täglich einen Brief an Premierminister David Cameron. Die Hoffnung dabei ist nicht dass er die Briefe liest und ihm plötzlich ein Licht aufgeht, sondern durch eine eindrucksvolle Aktion Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Um dieses Anliegen weiter in die Öffentlichkeit zu tragen fanden sich viele Künstler zusammen um ein Tribut-Album zusammenzustellen. 40 Lieder von 31 Künstlern/Bands sind so zusammengekommen und können gratis runtergeladen werden. Zugegeben, beim Schreiben dieser Zeilen habe ich bisher erst quergehört, aber, obwohl mit Schwerpunkt auf verzehrte Gitarren, scheint es recht abwechslungsreich zu sein. Deshalb: SAUGT! Es kann nicht schaden, auch wenn es die Welt nicht weniger schlecht macht. Vielleicht bereichert es zumindest eure Musikwelt.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Album für Album: The Kinks - Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire) (1969)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Freitag, 7. Dezember 2012

Le Guess Who? und ein Wochenende voller Freude

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Photo: Le Guess Who?
Wer das Le Guess Who?-Festival im niederländischen Utrecht nicht kennt, mag sich bei dieser reißerischen und zugegebenermaßen eventuell doppeldeutigen Überschrift folgendes gefragt haben: Hä?

Die Tante Pop ist angetreten, um Licht ins Dunkel zu bringen. Das Le Guess Who? ist ein ganz und gar wundervolles (Club-)Festival, das in diesem Jahr vom 29. Nov-02. Dez. bereits zum sechsten Mal stattgefunden hat. Man sollte es niemals mehr verpassen, im Winter einen Ausflug dorthin zu machen.
 Jawohl.
Hinter dem Le Guess Who? stecken ganz großartige Organisatoren, die es jedes Jahr schaffen, ein Line-Up sondergleichen aufzufahren. Und das soll jetzt nicht bedeuten, dass unfassbar bekannte Künstler dort auftreten. Vielmehr ist es so, dass man sich bei jeden einzelnen Künstler sicher sein kann, dass die Veranstalter diese auch selbst recht gerne hören und mögen. Selbst wenn man den ein oder anderen Namen noch nie gehört hat oder mit der Musikrichtung nicht ganz große Freundschaft geschlossen hat - es sind immer Künstler, die so gut sind, in dem was sie machen, dass man nur Freude haben kann. 

Dienstag, 4. Dezember 2012

Tante Pop empfiehlt: Stars & Zeus zusammen auf Tour!

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Photo: Norman Wong
Als würde es sich nicht schon gigantisch genug anhören, dass eine Musikkapelle mit dem Namen Stars zusammen mit einer weiteren namens Zeus auf Tour geht - die beiden machen auch noch grandiose Musik! Und wie wir schon einmal versuchten, deutlich zu machen: Stars sind zudem eine phantobiastische Live-Band!

Ihre ebenfalls kanadischen Kollegen Zeus stehen dem in Nichts nach, davon konnte sich die Tante bereits selbst überzeugen. Und so können wir euch hiermit versprechen: solltet ihr einem der Konzerte beiwohnen (was wir dringlichst empfehlen), kann es nur grandios werden! 


10.12.2012 Hamburg - Uebel & Gefährlich
11.12.2012 Berlin - Heimathafen
12.12.2012 Frankfurt - Batschkapp
17.12.2012 Köln - Luxor
18.12.2012 München - Hansa 39

Musikalisch haben sich da sowieso zwei qualitativ hochwertige Bands zusammengefunden. Wie man hier nachhören kann:

Montag, 3. Dezember 2012

Gratismusik..äh, Kurzgeschichten: Funny van Dannen

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Der werte Herr Maler, Schriftsteller und Liedermacher mit der scheinbar unendlichen kreativen Energie verschenkte schon die letzten beiden Dezember Werke von sich - 2010 und 2011 in MP3-Form. Diese kann man sich hier noch alle runterladen. Ich finde sie sind so, naja, durchwachsen gelungen, aber ein geschenkter Gaul kann auch Karies im ein oder anderen Zahn haben. Mein Liebling von den Liedern ist 'Angst und Eigentum'. Daneben findet sich noch das ein oder andere Kleinod.

Dieses Jahr ist der Aggregatzustand der verschenkten Werke schriftlich. Es gibt Kurzgeschichten, und wer schon einmal ein Buch von Herrn van Dannen zur Hand hatte weiß welch Verzückung diese Aneinanderreihung skuriler, bunter Ideen seine kleinen Geschichtchen hervorbringen. Nun denn, nachzulesen hier beim Social-network No.1.Viel Vergnügen!

Mittwoch, 28. November 2012

Funkelnagelneu: "Auf dem Pfad der Dämmerung" von Tocotronic

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Es war schon seit einiger Zeit im Radio zu hören und jetzt endlich auch ganz offiziell auf Soundcloud - das erste Lebenszeichen von Tocotronics neuem Album Wie wir leben wollen, welches von uns sehnlichst herbei gewünscht wird. 'Auf dem Pfad der Dämmerung' ist ein famoses, wortgewaltiges, opulentes Machwerk. Oder wie sie selbst es ausdrücken:
Die erste Auskopplung aus unserem Mammut-Werk "Wie wir leben wollen" ist eine fröhliche Wallfahrt ins Herz der Finsternis. Ein irrer innerer Monolog, gehalten von Colonel Kurtz, verkleidet als Erdbeerbär, begleitet von einem Wall of Sound, der klingt als hätten die "Beach Boys" zu viel Bubble-Tee getrunken.
Solche Texte schreibt man nur im Wahn, oder? Wir freuen uns über das Lied, Tocotronic, Erdbeerduft und den ganzen Rest. Bitte genießen sie.

Mittwoch, 21. November 2012

Album für Album: The Kinks - The Kinks are the Village Green Preservation Society (1968)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Dienstag, 20. November 2012

Musik und Nebenwirkungen: Dieses Jahr wurde die CD 30 Jahre alt, aber wer feiert schon gerne seinen 30. Geburtstag?

Kommentare :
Diese Depeche Mode CD von 1994 ist leider
schon viel zu früh von uns gegangen. Quelle: musik-sammler.de
Natürlich, es sollte ein freudiges Ereignis sein wenn man seinen 30. Geburtstag feiern DARF – das ist nichts Selbstverständliches, und wäre es vor 100 und mehr Jahren noch viel weniger gewesen. Trotzdem, die 30 lässt ungute Assoziationen aufkommen. Der körperliche Verfall setzt ein, bei Männern wandern die Haare vom Kopf an total unpassende Körperstellen, und letztlich erwarten fremde (und manch nahe) Menschen zunehmend Ernsthaftigkeit, warum auch immer. Ich bin zwei Jahre jünger als die CD, und wir haben (wie alle, die diesen Artikel jetzt lesen) eine lange gemeinsame Geschichte.

Mittwoch, 14. November 2012

Funkelnagelneu: Tame Impala - "Feels Like We Only Go Backwards"

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Werte Menschen,

schaut euch dieses Video an und seid glücklich. Bitte. Denn nicht nur, dass Tame Impala mit Feels Like We Only Go Backwards eines der wundervollsten Lieder jemals geschrieben haben (danke, Kevin!) - das Video ist zudem ein außerordentlicher Hingucker. Wäre es mir möglich, ich würde mich vor all den beteiligten Personen verneigen und ihnen zurufen, dass sie grandios sind.

Tante Pop sagt Danke. Vielmals!


Tame Impala - Feels Like We Only Go Backwards from Modular People on Vimeo.

Samstag, 10. November 2012

Video des Tages: "Be my Yoko Ono" von Barenaked Ladies

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Ich schaue keine Serien, abgesehen von Bob Ross' The Joy of Painting und The Big Bang Theory. Letztere erhielt ihre Titelmelodie von eben jenen Barenaked Ladies. Dieses Stück hier ist allerdings noch viel schöner, denn es glänzt durch eine liebevolle Aufarbeitung der Beatles-Trennungsgeschehnisse, welche bereits am 9.11.1966 mit dem Kennenlernen von John und Yoko ihren unheilvollen Verlauf nahmen, denn abschließend sei wie immer erwähnt - es war ihre Schuld! Irgendwo da draußen gibt es ein Paralleluniversum in welchem sie sich nie begegnet sind. Stellt euch das mal vor!

Mittwoch, 7. November 2012

Album für Album: The Kinks - Something Else by The Kinks (1967)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Dienstag, 6. November 2012

Funkelnagelneu: "Peach Blossom" von den Eels

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Wuhu! Über ein Jahr war nichts, aber auch wirklich nichts von den fantastischen und von mir gottähnlich verehrten Eels zu vernehmen - die Spannung staute sich ins Unermessliche. Jetzt endlich, PENG, ein neues Album namens Wonderful, Glorious (Alle Infos hier) kommt Anfang Februar heraus.

Als Vorgeschmack wurde nun 'Peach Blossom' veröffentlicht. Mir gefällts sehr, wie immer anders als alles andere was bislang von den Eels rausgebracht wurde. Wenn in nur einem Lied schon so viele Ideen stecken, dann weckt das große Erwartungen an das Album. We'll see...

Nachtrag 4.12.
Jetzt auch in Bewegtbildern. Simpel und ästhetisch wertvoll. E lachend rumhüpfen zu sehen hat allerdings was Verstörendes. Irgendwas stimmt nicht.

Sonntag, 4. November 2012

Musik und Nebenwirkungen: Genoppt oder Bananengeschmack? Die haptische Krücke der Äpfel

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Wer Geld dafür über hat könnte stattdessen z.B. auch ein Huhn kaufen.
Wer hätte vor 10 Jahren gedacht dass Kassetten mal wieder so sehr angesagt sein würden. Nein, nicht als Tonträger. Es ist viel obskurer – als Überzieher! Überall werden einem Kassetten entgegengehalten, und in 99% aller Fälle versiegt der Strom des Glückes über das Hantieren mit einem Mixtape von Irgendjemanden für Irgendjemanden in der niederschlagenden Erkenntnis, dass sich darunter ein IPhone befindet. Pfui. Beim zweiten Gedanken daran aber doch bemerkenswert. Leute kaufen sich für viel Geld unnützen Technikschnickschnack, ziehen dem ganzen aber einen Silikonlümmel in täuschend echter Kassettenform über.

Donnerstag, 1. November 2012

Tante Pop präsentiert und empfiehlt von ganzem Herzen: Phoebe Kreutz & Matt Colbourn unterwegs durch Deutschland

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Vor einiger Zeit haben wir schon mit vor Stolz geschwellter Brust angekündigt, dass wir die Tour von Phoebe Kreutz präsentieren dürfen. Nun möchten wir euch, da heute das erste Konzert in Berlin stattfindet, die Tour noch einmal ganz besonders ans Herz legen. 
Denn mit Phoebe Kreutz & Matt Colbourn kann es nur ein großartiger Abend werden, egal in welcher Stadt, egal in welchem Venue, egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. 
Die gute Dame schafft es nämlich, dass die Zeit tatsächlich kurzfristig stehen zu bleiben scheint und man ihr unfassbar gut unterhalten zuhört. Daher rufen wir hiermit auf: geht da unbedingt hin, ihr werdet sonst im Nachhinein traurig sein, nicht dagewesen zu sein. Wirklich. Also ernsthaft.


 




Nov. 01 BERLIN - Schokoladen (20 Uhr!) w/ The Keys & Charlotte Cornfield
Nov. 02 LEIPZIG - Kaffee Schwarz
Nov. 03 DRESDEN - Blaue Fabrik
Nov. 04 ERFURT - Woodstock Record Store
Nov. 05 TÜBINGEN - Wilhelma w/ Sorry Gilberto
Nov. 06 DARMSTADT - Zucker
Nov. 07 FRANKFURT - No2 Records w/ Kashka
Nov. 08 KÖLN - King Georg
Nov. 09 CASTROP-RAUXEL - Bahía de Cochinos
Nov. 10 MAINZ - Hafeneck w/ Preslisa
Nov. 11 WETZLAR - Café Vinyl
Nov. 12 MARBURG - Café Trauma w/ Susie Asado
Nov. 13 KASSEL - Karoshi
Nov. 14 HAMBURG - Hasenschaukel
Nov. 16 BERLIN - Ritter Butzke w/ Adriano Celentano Gebäckorchester & Orchestre Miniature in the Park

Dienstag, 30. Oktober 2012

Tante Pop empfiehlt und verlost Tickets: Great Lake Swimmers kommen zu Besuch!

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Photo: FKP Scorpio
Werte Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ein Loch in den Bauch (sagt man doch so, oder?), dass wir euch nicht nur die vier Konzerte von den Great Lake Swimmers präsentieren, sondern auch noch pro Stadt 1x2 Tickets verlosen dürfen. 
Selbstverständlich freut ihr euch jetzt genau so wie wir und springt freudig in der Gegend herum, richtig? Denn mit den Great Lake Swimmers kommen die unangestrengesten Perfektionisten der Folkmusik zu Besuch nach Deutschland. Ihr neuestes Werk New Wild Everywhere werden sie dabei genau so im Gepäck haben, wir ihre älteren Sachen. Schließlich sind die Herren und die Dame seit neun Jahren angetreten, wundervolle Musik zu machen. Und die Verfasserin dieser Zeilen hofft inständig, dass sie auch See You On The Moon! spielen werden. Entgegen ihrer eigentlichen Bestrebung, wie im unten dringend anzuschauenden Video deutlich wird.
Und bevor wir es vergessen, mit Dusted ist auch noch eine grandiose Vorband mit dabei. ES KANN NUR GROSSARTIG WERDEN! Deswegen solltet ihr alle schnell bei unserer Verlosung mitmachen. 

[DIE TICKETS SIND BEREITS ALLE AN GLÜCKLICHE GEWINNER VERLOST.]
1x2 Tickets pro Konzert gibt es für diese Städte, wenn ihr einen elektronischen Brief an "dieabenteuerdertantepop[at[gmail[dot]com" mit dem Betreff "Great Lake Swimmers" und der Stadt eurer Wahl schickt.  Und das Los sich für euch entscheidet, natürlich:

15.11.2012 | Dresden | Beatpol | Beginn: 21 Uhr
16.11.2012 | Berlin | Bi Nuu | Beginn: 20 Uhr
22.11.2012 | Hamburg | Molotow | Beginn: 20.30 Uhr
03.12.2012 | Köln | Blue Shell | Beginn: 21 Uhr
 

Video des Tages: "Friends of mine" von Crystal Leong & J. Lopez

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Es existiert das fantastische Album Odessey & Oracle von The Zombies. Leider wurde dieses Meisterwerk der 60er Jahre von der Musikgeschichte etwas vergessen, aber neben dem Überhippiehit 'Time of the Season' enthält es eben jenes 'Friends of mine', welches hier genial in ordentlichster Youtube-Manier gecovert wird. Herrlich. Ich liebe diese Version. Und das Original. Und überhaupt. Das Bandprojekt Sofa City Sweetheart von J. Lopez, dem Gitarristen, ist übrigens auch hörenswert. Ich werde darauf vielleicht noch einmal zu sprechen kommen.

Montag, 29. Oktober 2012

Show me yours, I'll show you mine - Jeffrey Lewis "End Result"

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Wir möchten uns gegenseitig Musikvideos ans Herz legen, in der Hoffnung, dass auch unsere Leser vielleicht das ein oder andere Musikvideo entdecken, das ihnen gefällt und sie bis jetzt noch nicht kannten. Denn oft ist es ja so, dass die mitreißendsten Lobeshymnen für ein Musikvideo entstehen, wenn man jemand anderem näher darlegen möchte, warum gerade dieses Video so wundervoll ist.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Mal wieder ins Kino gehen...und zwar zum In-Edit Musikdoku Festival 2012 in Berlin

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Es ist die 2. Auflage des Festivals, welche vom 30. Oktober bis 4. November in Berlin stattfindet, in diversen Kinos, im Kater Holzig sowie im Festsaal Kreuzberg. Zu sehen gibts jede Menge tolle Musikdokus. Ich persönlich freue mich schon sehr auf 'Wir werden immer weitergehen...'. Wer Gelegenheit hat sollte das nicht verpassen. Besonders das Moviemento-Kino ist mehr als geeignet für kuschelige, rustikale Musikunterhaltung bei süßem Popcorn und Fritz Cola. Die Auswahl ist wirklich groß, also schaut hier mal nach was alles läuft. Die Egotronic Doku ist super, genauso wie Hamburg Calling und Beijing Bubbles, aber viele Filme kennen wir natürlich selbst (noch) nicht.


Freitag, 26. Oktober 2012

Album für Album: The Kinks - Face to face (1966)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Tante Pop legt ans Herz: The Keys & Charlotte Cornfield on Tour

Keine Kommentare :
In der rechten Seitenleiste dieses phänomenalen Musikblogs hier wird offenkundig stark für die Phoebe Kreutz-Tour geworben. Da gehen bitte auch alle (ALLE!) hin! Ein genauerer Blick auf die Konzerte in Berlin, Leipzig und Castrop-Rauxel offenbart allerdings noch mehr Sehenswertes - The Keys (Boris Paillard) und Charlotte Cornfield (angeblich nicht verwandt/verheiratet mit irgendwelchen deutschen Sängern und Comiczeichnern).

Diese beiden wunderbaren Künstler werden nicht nur Phoebe unterstützen, sondern sind selbst auf Europa-Tour. Da gehen bitte ebenfalls alle (ALLE!) hin! Es wird wunderbar. Trust us. Bei wenigen Sachen im Leben kann man sich ganz sicher sein, aber das ist definitiv eine davon.



Es folgt die umfangreiche Liste aller Tourtermine:

Montag, 22. Oktober 2012

Funkelnagelneu: "Ich schäme mich" von Hans Unstern

1 Kommentar :
Er ist wieder da! Ob mit oder ohne Bart, Hans Unstern wird uns alle ab dem 26.10. mit seinem neuesten Album THE GREAT HANS UNSTERN SWINDLE verzaubern. Aber noch wichtiger für das Seelenheil ist der Besuch eines Konzertes. Nur dort wird man von überirdischen Energien durchdrungen. Sowas bietet keine Religion und keine halluzinogene Droge! (höchstens Drogen und Religion in Kombination)

21.11.12 Hamburg, Uebel & Gefährlich
22.11.12 Köln, Gebäude 9
23.11.12 Frankfurt, Brotfabrik
24.11.12 München, Orangehouse
25.11.12 Wien, B72
05.12.12 Berlin, Festsaal Kreuzberg

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Video des Tages: "Ladykillers" & "500 (Shake Baby Shake)" von Lush

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Lush wurden über die Jahre ihres Bestehens immer poppiger. Was wir hier sehen ist so ziemlich der Endpunkt, denn einen Monat nach den Aufnahmen hat sich leider der Schlagzeuger Chris Acland das Leben genommen und die Band war somit Geschichte. Ihr Album Lovelife aus eben jenem Jahr, von welchem auch beide hier gespielten Lieder stammen ist ganz wundervoll und verdient es gehört zu werden. Leider tritt Miki Berenyi, Sängerin und Texterin, nicht mehr als Musikerin auf, was wirklich sehr sehr schade ist. Die Lieder wären es wert weiter aus ihrem Munde gesungen zu werden.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Funkelnagelneu: Olympic Swimmers - Knots

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Werte Menschen,
solltet ihr schlechte Laune haben, es regnen oder ihr (wie so oft) das Leben gerade auch einfach mal nicht wertschätzen wollt, weil alles stinkt: schaut euch dieses Video an und seid so glücklich wie man es nur sein kann. Selten passten Bild und Ton so hervorragend zusammen und selten wird einem bewusst, wie toll eine Kindheit sein kann. Und dass man vielleicht auch jetzt noch öfter das Kind in einem rauslassen sollte.
Im Übrigen sollte dieses wundervolle Mädchen einen Kinder-Oscar bekommen. Aus Schokolade. Damit kann man sich so schön das Kleid dreckig machen. Und außerdem macht Schokolade glücklich - das wissen Kinder natürlich.
Achso - es ist ein Video von den grandiosen Olympic Swimmers. Zu ihrer neuen Single Knots, von der wir euch schon einmal berichteten. Wir hoffen sehr, dass sie auch einmal in Deutschland live zu sehen sein werden. Wenn das passiert, brüllen wir das natürlich auch in die Welt hinaus. In schönsten Tönen!

Sonntag, 14. Oktober 2012

Tante Pop Sonntagsmusik #2

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Vor ziemlich genau einer Woche stellten wir die zweite Runde schon diesem sozialen Netzwerk vor, jetzt mögen wir das auch hier tun: einen schönen Sonntag euch!

                                                             

Album für Album: The Kinks - Kwyet Kinks / The Kink Kontroversy (1965)

Keine Kommentare :
Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Erinnerungen an Nils Koppruch

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© Grand Hotel Van Cleef
Leider habe ich nie Fink sehen können, Nils' großartige Band, die sich 2006 aufgelöst hat. Ich war nur ein bisschen zu spät, denn im Mai 2007 entdeckte ich ihn für mich. Er spielte mit seiner neuen Band im Gleis22 ein schönes Konzert, und vom ersten Hören an hatte es etwas Anziehendes. Es war irgendwie anders, und ich verstand am Anfang garnicht so recht worin dieses Andersartige wirklich lag. Die seltsamen Texte? Diese Americana-mäßige Musik? Heute ist mir klar, das ist es nur vordergründig. Eigentlich war es Nils' Präsenz. Diese Mischung aus Melancholie und Fröhlichkeit, und seine schüchterne, liebevolle Art mit den Leuten zu reden. Das hat mir gefallen; es war etwas Besonderes.

Woran ich mich auch sehr gerne erinnere ist ein Premierenabend von Wasser & Seife, einem Dokumentarfilm über die Mitarbeiterinnen einer Wäscherei in Hamburg, für den Nils Koppruch den Soundtrack gemacht hat. Das war zwei Jahre nach dem Konzert im Gleis und ich ließ mir bis dahin leider jede Gelegenheit ihn zu sehen durch die Lappen gehen. Deswegen war die Vorfreude groß, und der Abend war es auf eine wundervolle Art auch. Neben Nils waren auch die liebenswerten 'Hauptdarstellerinnen' anwesend und man konnte sehen, wie sehr sich diese Welt von ihrem normalen Alltag der letzten 40 Jahre unterschied. Zwischen ihnen stand Nils, gelassen und sehr nett. Er wurde von den Frauen tief in ihre Herzen geschlossen, das merkte man sofort. Es sah aus als sei er adoptiert worden. Dort trafen ganz unterschiedliche Welten aufeinander, aber Nils mochten alle. Kurz bevor er zum Schluss noch ein paar Lieder spielte schnappte sich eine der Frauen das Mikrofon. Aus dem Film wusste man wie sehr sie an und unter der Armutsgrenze leben, aber in diesem Moment bittet sie nicht etwa um ein wenig Unterstützung für die Arbeiterinnen, was völlig berechtigt gewesen wäre – nein, sie sagt 'Leute! Der Mann hat eine Familie! Kauft seine CDs!' und noch ein paar andere liebevolle Sätze, an die ich mich leider nicht mehr genau erinnere.

Nils hat sich in die Herzen von vielen Menschen gesungen. Er wird fehlen - vielen Freunden, aber auch den Bühnen im Land und dem vermutlich immer begeisterten Publikum. Was bleibt ist die Musik, und an der können wir uns alle erfreuen.

Ich hatte schon seit Monaten vor ihn unbedingt mal wieder Solo zu sehen, aber leider war ich wieder zu spät.

P.s. Es gibt sehr viele herzliche Nachrufe auf Nils Koppruch - besonders berührend finde ich den Nachruf von Tino Hanekamp. Er trifft wohl die genau richtigen Worte.

Tante Pop verlost Alben und empfiehlt: Jaill spielen am 16. Oktober in Köln!

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Photo: Adam Morris
Es ist so: am kommenden Dienstag (16. Oktober) spielen die wundervollen Jaill im Blue Shell zu Köln. Anhand des folgenden Songs (der auch zum kostenlosen Download zur Verfügung steht!) möchten wir euch verdeutlichen, wie sehr ihr etwas verpassen würdet, wenn ihr nicht dort hingeht:

Man möchte behaupten, dass diese Musik süchtig macht. Und weil das so stimmt, haben wir uns überlegt, dass wir zwei Alben von Jaill verlosen möchten. Quasi nur, um euch noch deutlicher zu sagen: GEHT DA HIN! 
Wer also recht zügig einen dieser elektronischen Briefe an 
dieabenteuerdertantepop[at]gmail[dot]com 
schickt, der kann sich hoffentlich über eines der beiden Exemplare von Traps freuen. Los, los! Und nicht vergessen: 
16. Oktober Blue Shell, Köln

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Sera Cahoone - Deer Creek Canyon

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Sera Cahoone - Deer Creek Canyon (Sub Pop)
Das Cover von Sera Cahoones neuem Album Deer Creek Canyon sagen zu wollen "hey, ich sehe zwar vielleicht aus wie eine zierliche junge Frau, die angetreten ist, Gitarrenmusik zu machen. Aber du kannst mir glauben, dass auch ich anpacken kann. Denn wohl gehobelt wird, da fallen nun einmal eben Späne. Damit kann ich umgehen." 
Nun gut, ob das mit den Spänen nun wirklich auf dem Cover mittgeteilt werden soll, mag fraglich sein. Allerdings sollte man Sera Cahoone doch wirklich bitte nicht unterschätzen. Die Frau ist zäh und kann einiges einstecken - aber auch austeilen. Und ihre Heimat ist ihr wichtig. Wie sehr die Heimat beeinflussen kann und auch dass das Auseinandersetzen mit sich selbst auch mal falsch sein kann, erzählt sie nun auf ihrem dritten Album, das wohl mit ihr selbst gewachsen zu sein scheint. So gefestigt, wie ihre Stimme klingt, so wunderschön durchdringend, wie ihre gerne als "Americana" eingeordneten Melodien sind: diese junge Dame ist noch grandioser geworden, als sie es eh schon war.

Montag, 8. Oktober 2012

Show me yours, I'll show you mine - Okkervil River "Our Life Is Not A Movie Or Maybe"

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Wir möchten uns gegenseitig Musikvideos ans Herz legen, in der Hoffnung, dass auch unsere Leser vielleicht das ein oder andere Musikvideo entdecken, das ihnen gefällt und sie bis jetzt noch nicht kannten. Denn oft ist es ja so, dass die mitreißendsten Lobeshymnen für ein Musikvideo entstehen, wenn man jemand anderem näher darlegen möchte, warum gerade dieses Video so wundervoll ist.

Beim letzten Mal empfahl mir Christian das Video zu "Holy Night Of Rosemarie" von M. Walking On The Water.






Sonntag, 7. Oktober 2012

Video des Tages: "For no one" von Meret Becker

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Die Spieluhr ist eindeutig unterrepräsentiert in der Gegenwartsmusik. Leider muss absolute Stille im Publikum vorausgesetzt werden können, was schonmal diverse des Zuhörens unfähige Publikümmer ausschließt. Zum Glück hatte die Meret ein fähiges Publikum, als ich neulich einer Aufführung beiwohnen durfte. Ein Hochgenuss. Das Lied ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.

Freitag, 5. Oktober 2012

Gratismusik: Shoot Down the Moon verschenken ihre alten Alben!

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Swollen Teeth (2010)
Es ist nun einmal so, dass Shoot Down the Moon aus Milwaukee ganz schön grandios sind. Das haben wir schon vor einiger Zeit anhand ihrer Musik zu vermitteln versucht. Nun beweist es die Band aber auch noch auf eine andere Art und Weise. Da sie bald ihr neues Album Meetings & Greetings veröffentlichen werden, verschenken sie jetzt erst einmal ihre bereits veröffentlichten Alben und EPs - darunter auch das von uns mit blumigsten Worten gelobte Swollen Teeth das jeder in seinem (virtuellen) Plattenschrank stehen haben sollte. Wir meinen das wirklich so. Diese Jungs sind einfach wundervoll. Jawohl. 

Damit uns auch geglaubt werden kann: ladet fröhlich darnieder und schließt diese Band genau so in euer Herz, wie wir das getan haben. 

Hier der Link zum Weg ins Glück (pardon!): http://shootdownthemoon.bandcamp.com/
(Einfach auf die Alben rechts in der Liste klicken und dann geht es zum Download)

Dienstag, 2. Oktober 2012

Album für Album: The Kinks - Kinda Kinks (1965)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70er, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Montag, 1. Oktober 2012

Sera Cahoone ist endlich mit einem neuen Album zurück!

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Sera Cahoone - Deer Creek Canyon
Ich bin geneigt zu sagen, dass ich mich von ganzem Herzen freue, dass diese Dame wieder da ist. Natürlich war sie ja nie wirklich weg, allerdings ist es schon ein wenig her, dass sie sich mit Only As The Day Is Long genau in diesen Platz meines Herzens spielte, in dem sie sich jetzt wieder austoben kann.

Samstag, 29. September 2012

Quasi Gratismusik: Olympic Swimmers mit neuer Single "Knots"

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Olympic Swimmers - Knots
Werte Menschen,

wir haben euch schon einmal versucht näherzubringen, warum man sich unbedingt einmal mit den Olympic Swimmers auseinandersetzen sollte.
Hiermit sei nun offiziell ein weiterer Grund gegeben, sich dieser Band zu widmen und sie dann auch bitte großartig zu finden.
Auf ihrer Bandcamp-Seite kann man nämlich ab sofort ihre Single Knots kostenlos herunterladen oder aber auch gegen ein selbst bestimmtes Entgelt. Zudem ist da nicht nur das wundervolle Lied an sich enthalten, sondern auch der Remix der ersten Single Where It Snows. Und ja, meine Damen und Herren - der Remix kann sich sehen lassen. Denn der ebenfalls aus Glasgow stammende Rumtüftler Miaoux Miaoux hat sich dem angenommen. Das ist nicht nur alles gelungen, das ist auch noch wundervoll. Los jetzt!
      

Freitag, 28. September 2012

Video des Tages: "Summer nights" aus Grease

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"It turns colder..." - nur weil mein Gehirn diesen Satzanfang nicht mit den aktuellen Wettergeschehnissen, sondern einem vor cheesigkeit triefendem Lied (textlich nichtmal ganz korrekt) assoziiert, werfen wir jetzt kurz mal alle Genderbelange über Bord und schauen diese süße Geschichte rund um "summer heat, boy and girl meet"
Da waren die Rollen noch klar verteilt, die Jungs die Rocker und Mädchen springen in ihren Röckchen Hoppser hintereinander her. Aber tanzen konnten sie alle gleich phänomenal. Now all the horny details...

Donnerstag, 27. September 2012

Funkelnagelneu: "Jeder auf Erden ist wunderschön (sogar du)" von Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

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Hach, wie bezaubernd. Nach der Auflösung von Superpunk weinte man in der Tante Pop-Chefetage teilweise vor (auch körperlichen) Schmerzen, wir schroben darüber. Doch kaum vergeht mal ein Tag ohne Nervenzusammenbruch ob des Verlustes von Superpunk, ereilen uns schon wundervolle Töne und Bilder, die die tiefste Nacht zum hellichsten Tage machen. Danke, ihr Gentlemen. Wir werden noch viel Freude miteinander haben. Das Album ist ab dem 5.10. käuflich in jedem Plattenladen der was auf sich hält zu erwerben. Das ist kein Hinweis, das ist eine Aufforderung!

Album für Album: The Kinks - Kinks (1964)

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Ich möchte über die Musik der Kinks schreiben, sitze vor dem Berg an Material und weiß nicht, wie man die ganzen Gedanken dazu in einen gut lesbaren Fließtext verwandelt bekommt. Es gibt zuviel – z.B. die vielen grandiosen Alben aus den 60ern, von dem jedes anders klingt und es oft an wundervollen Ideen übersprudelt. Es gibt diverse theatralisch aufgebaute Konzeptalben aus den 70ern, über Vergänglichkeit, Schule und Star-Dasein, die viel zu selten gewürdigt werden, obwohl sie mitunter fantastisch sind. Da ist noch die Stadionrockphase Ende der 70er, Anfang der 80er und ab Mitte der 80er das durchwachsene, meist ignorierte Spätwerk, welches aber doch ab und an Highlights bietet. Deswegen möchte ich meine Gedanken und Empfehlungen zu den 24 Studioalben einfach in chronologischer Reihenfolge niederschreiben, mit der Hoffnung dass einige LeserInnen den ein oder anderen untergegangenen Schatz für sich entdecken.

Mittwoch, 26. September 2012

Album für Album - The Kinks

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The Kinks ©unknown
„Zu meinem 13. Geburtstag bekam ich von ihr [seiner großen Schwester Rene] eine spanische Gitarre - am selben Tag starb sie. Sie hatte einen Herzfehler und immer wieder bekam sie zu hören, dass sie sich schonen solle. An meinem Geburtstag beschloss sie, dass sie nun genug Rücksicht in ihrem Leben genommen habe und ging tanzen. Allein ins Lyceum in London, wo sie einen fremden Mann aufgabelte und ausgelassen herumwirbelte, bis sie umfiel. Klingt traurig, ich fand es aber auch sehr romantisch. Sie ist tanzend gestorben, weil sie es so wollte.“

Dienstag, 25. September 2012

Tante Pop empfiehlt: Home Of The Lame auf Tour

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Sie sind nicht nur auf Tour, sie sind auf Abschiedstour. Das kann man sich ruhig mal anschauen, Freunde. Mit ihnen geht ein Teil Grand Hotel van Cleef, dort gehörten sie von jeher zur Grundausstattung. Und wenn man schonmal dabei ist - es ist auch die letzte Gelegenheit den Tonträger- und Merch-Shit aus erster Hand zu kaufen. Für Leute die es nicht schaffen, hier ist die zweitbeste Möglichkeit: GHVC-Shop

Folgende Städte werden bereist auf der Tree Museum Tour:

02.10.12 Berlin, Comet
03.10.12 Düsseldorf, Forum Freies Theater
04.10.12 Frankfurt, Ponyhof
05.10.12 Karlsruhe, Café Nun
10.10.12 Köln, Underground
11.10.12 Hannover, Bei Chez Heinz
12.10.12 Bremen, Tower
13.10.12 Hamburg, Hafenklang

Montag, 24. September 2012

Die Piraten und das Urheberrecht

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Die arme Frau würde nach Piratenmodell seit
22 Jahren auf Beatles-Knete verzichten müssen.
In der Öffentlichkeit ist das Thema 'Urheberrecht' erstaunlicherweise seit langer Zeit präsent, und ebenso eine gefühlt diffus revolutionäre Haltung der Piraten dazu. Zeit sich mal einen ganz konkreten Entwurf anzuschauen, so wie er am 22. September vom Landesverband NRW veröffentlicht wurde. Die Kurzfassung des Entwurfs ist sehr lesefreundlich verfasst und auch für Menschen mit eher geringer Aufmerksamkeitsspanne geeignet - und, sie lässt sich prima kommentieren, was wir hiermit auch tun wollen.

Die Originale zum Download: Langfassung (PDF) / Kurzfassung (PDF)

Montag, 17. September 2012

Gratismusik: Whale Hum - Space Hardships

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Whale Hum aka Kerstin Wilson
Ein Montag könnte nicht schöner beginnen, als mit einem solchen Geschenk! Jawohlja.
Whale Hum ist das neue Musikprojekt von Kerstin Wilson, die einige aufmerksame Verfolger der Tante Pop vielleicht als eine Häflte von The Papertiger Sound kennen.
Man möchte fast behaupten, die Frau spielt nur in Bands, deren Namen so unglaublich wundervoll sind, wie eben diese beiden.
Und so freuen wir uns noch mehr, dass man die ersten vier Lieder, die sie als Whale Hum aufgenommen hat, auf ihrer Bandcamp-Seite kostenlos herunterladen kann. Wir sagen: auf, auf. Ladet darnieder! Oder so ähnlich.
Als wäre das nicht alles schon genug, um euch davon zu überzeugen, die EP Space Hardships herunterzuladen, gibt es auch noch ein wundervolles Video zu Ghosts You Kept. Ein Lied, das es mit Sicherheit auf alle Herbst-Mixtapes schaffen sollte, die dieses Jahr hergestellt werden. Das war ein implizierter Befehl.


Weitere Infos zu Whale Hum gibt es übrigens hier.

Mittwoch, 12. September 2012

Hurray For The Riff Raff - Look Out Mama

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Look Out Mama (Loose Music/ bereits erschienen)
Alynda Lee Segarra ist wohl das, was man einen Freigeist nennt. Und dass sie auch wirklich etwas zu sagen hat und vor allem das, was sie denkt, beweist sie mit ihrer Musik deutlich. Es ist also nicht verwunderlich, dass man gar nicht mehr aufhören kann, ihr zuzuhören, wenn sie einmal begonnen hat, zu erzählen. Ihre Stimmte ist dabei immer so wundervoll einnehmend, dass man frühestens beim zweiten Hören ihrer Musik merkt, wie großartig die Songs arrangiert sind. Und wie sie es schafft, zusammen mit ihrer Band durch die musikalische Geschichte Amerikas zu wandeln und in ihrer eigenen, eben einnehmnenden Art, neu zu interpretieren. Grandios ist das, was jetzt bei Hurray For The Riff Raff's (der Name!) zweitem Album zu hören ist. Wie auch schon beim Vorgänger. 

Freitag, 7. September 2012

Video des Tages: "Der Computer Nr. 3" von France Gall

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Ich verschwendete neulich Zeit im Internet (Chor: Wirklich!?), und zwischen der ganzen Informationsrandomness durch zielloses Geklicke las ich: Online-Dating: Die Deutschen investieren jährlich über 200 Millionen Euro – darin steht: „Bei den Partnerschaften, die 2011 neu geknüpft wurden, sind sogar rund 31 Prozent online entstanden […].“

Ok, also ein Drittel aller Menschen in Deutschland hat Partner über Online Dating gefunden. Zieht man davon alle ab bei denen es nicht geklappt hat, und alle die nicht suchen benutzen ca. 130% aller Suchenden das Internet dafür - hm, geht man in seiner Einsamkeit nicht mehr raus, oder in den Schachclub oder so, sondern setzt sich einsam vor den Bildschirm und sucht im Überangebot nach der perfekten Person für Zweisamkeit? Mir schwirren grade soviele (keineswegs nur negative, aber auch negative) Gedanken dazu durchs Hirn, aber da wir hier ein Musikblog sind verweise ich auf France Gall, die dieses Thema überaus prophetisch schon 1968 besungen hat.


Dienstag, 4. September 2012

Auf Tour mit dem OMP in Italien - Ein Erlebnisbericht

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drawing by Mawil and Klaus Cornfield
13 Tage mit 28 Menschen 3500Km durch Deutschland, Österreich und Italien unterwegs zu sein klingt anstrengend, aber es war das genaue Gegenteil - nämlich wunderbar entspannt und auf einer Spaßskala von 1 bis 10 mindestens 15,3. Während der Zeit habe ich kein Tagebuch geführt – das wäre ja auch zu anstrengend gewesen bei diesen Temperaturen. Stattdessen versuche ich jetzt den großen Löchern im Hirn doch noch die wesentlichsten Informationen zu entlocken und niederzuschreiben. Los geht’s...

Montag, 3. September 2012

Musik und Nebenwirkungen: Würden wir immer auf Musikjubiläen anstoßen, wären wir alle permanent betrunken

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Ach, die Keine Macht für Niemand ist vor 40 Jahren erschienen. Es gibt eine große Ausstellung mit natürlich auch bislang unveröffentlichten Fotografien (wo waren die die letzten 40 Jahre?) und extra Konzerten. Und der John Cage, der wurde vor genau 100 Jahren geboren. Großartiger Typ, an den kann man garnicht genug erinnern. Da lohnt vielleicht sogar ein Ausflug nach Halberstadt, um mal das 400-Jahre Orgelprojekt mit eigenen Augen zu sehen und vor allem eine Jahrzehnte andauernde Note zu hören. Soviel Zeit ist dann aber doch nicht, denn zum Beispiel ist Hanns Eisler vor genau 50 Jahren gestorben. Großartiger Typ. Wenn man es auch sonst nicht tut, an solch einem Tag kann man auch mal zum Gedenkkonzert gehen. Oder viel authentischer – seine Lieder auf der Straße singen. Das wäre mal ein interessanter Flashmob, aber Flashmob und Hanns Eisler-Kundige Menschen sind wohl eher zwei verschiedene Dinge.

Mittwoch, 29. August 2012

Tante Pop empfiehlt: Sons Of Noel And Adrian sind auf Tour und haben ein neues Album im Gepäck.

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Meine Damen und Herren, vergesst Mumford & Sons, vergesst einfach so gut wie alles, was ihr über Folk gelernt habt. Denn am 12. Oktober erscheint mit Knots das neue Album von Sons of Noel and Adrian. Ja gut, das mit den Söhnen, Töchtern, Brüdern und Schwestern scheint wohl so ein roter Faden in der Namensgebung von Folkbands zu sein. Ist jetzt aber auch egal. Denn wie gut das neue Album geworden ist, kann man sich hier schon einmal anhören: 

Und um die Vorfreude noch ein wenig zu steigern, kann man sich diese doch sehr spannende Musikerbande ab morgen live anschauen. Solltet ihr also in einer der Städte wohnen, schaut vorbei! Es drüfte sich lohnen. (Ha, ein Reim!)
30.08.2012 DE - Rees-Haldern - Haldern Pop Bar 
31.08.2012 DE - Berlin - Roter Salon 
01.09.2012 DE - Dresden - Sound of Bronkow Festival 
03.09.2012 DE - Frankfurt – Brotfabrik

Montag, 27. August 2012

Video des Tages: "Wayward" von The Unwinding Hours

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Nun gut. Eigentlich hatte die Tante angekündigt, es ruhig angehen zu lassen. Jedoch ist uns dann dieses wundervollste Video dazwischengekommen. Nicht nur, dass Wayward ein unfassbar schönes Lied ist - das Video kann wohl neben 'Video des Tages' auch gut und gerne bereits als 'Video der Woche/ des Monats/ ach des Jahres' bezeichnet werden. Denn wie Craig B hier als menschliche Leinwand für sich selbst funktioniert, ist nicht nur faszinierend anzuschauen. Die auf ihn (und einige Landschaftsaufnahmen) reduzierte Handlung lässt das ganze Lied so intensiv wirken, dass es die reinste Freude ist. Wenn wir die Macht hätten, wir würden dem in Eigenproduktion (Keyboarder Brendan Smith zeichnet sich für die Regie verantwortlich) enstandenen Video alle Oscars der Welt verleihen. Und einen Grammy für die Titelmusik obendrauf. Jawohl.

Tante Pop empfiehlt: Hurray For The Riff Raff touren durch das Land. Los, hin da!

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Vor kurzem ist das durch und durch bezaubernde (und trotzdem nicht minder politische) Album Look Out Mama von Hurray For The Riff Raff erschienen. Davon werden wir euch bald auch noch erzählen. Zuvor möchten wir euch aber kurz und, nun ja, knackig darauf hinweisen, dass Alynda Lee Segarra und ihre Band bald durchs Land touren. Und weil wir aus sicheren Quellen wissen, dass es ein Spektakel ist, diese Band live zu sehen, möchten wir euch auch direkt ans Herz legen, eines (oder aber auch mehrere) ihrer Konzerte zu besuchen. Denn die Dame und die Herren wissen nun wirklich, wie man ganz schön ungekünstelt Musik macht. Jawohl.

Im Übrigen ist es die erste Tour der Band aus New Orleans in Europa - also seid nett zu ihnen und geht hin!

Freitag, 24. August 2012

Tante Pop empfiehlt: Cardinal Sessions & Appletree Garden Festival

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Werte Freunde,

es ist tatsächlich so, dass die gute alte Tante Pop in diesem Sommer ein wenig träge war. Es kann am warmen Wetter gelegen haben oder an der aufregenden Zeit, die zur Zeit herrscht. Denn tatsächlich ist es so, dass sie in den letzten beiden Monaten sehr viel musikalisch dazugelernt hat. Daher kann der Herbst nur großartig werden! Sie wird sich wohl erst einmal wieder ein wenig einleben müssen, aber in nächster Zeit hoffentlich wieder mehr reißerische Töne von sich geben.

Und da sie sich auch nicht lumpen lassen möchte, will sie jetzt als allererstes von einem ganz wundervollen Projekt berichten, dass sich wirklich jeder einmal angeschaut haben sollte. Denn als Ende Juli das kleine, aber sehr feine Appletree Garden Festival stattfand, machten sich die Menschen von Cardinal Sessions auf den Weg dorthin. Sie waren mit der Mission angetreten, unglaublich gute Bands an unglaublich speziellien Orten zu filmen. Dabei herausgekommen sind mehrere Sessions, die man so wohl noch nicht gesehen hat. Sóley spielt im Kuhstall, Clock Opera werten eine alte Kutsche wieder auf, und die Two Gallants, hach, die sind einfach die Two Gallants. Man sollte gar nicht viel zu viele Worte darüber verlieren, wie die Sessions denn nun geworden sind. Stattdessen würden wir uns freuen, wenn jeder, aber auch wirklich jeder sich diese Sessions einmal anschaut. Das bereichert dein Leben! (Das von der Tante hat es das jedenfalls sehr.)

Hier die wohl herzerwärmendste und zugleich herzzerreißendste Version von Broken Hearts der Two Gallants:

Die anderen Sessions mit Sóley, Clock Opera, Crystal Fighters, Balthazar, Touchy Mob, Steaming Satellites und Chris Klopfer findet man hier. Freude!

Donnerstag, 9. August 2012

Tante Pop empfiehlt: OMP on Tour

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Ja, das ist eine Tourempfehlung in eigener Sache. Ich werde ab dem 11.August zwei Wochen mit 26 anderen Menschen auf klassenfahrtähnliche Tour gehen. Wenn ich danach irgendwann die Kraft dazu finde schreibe ich sicher einige Erlebnisse nieder. Bis dahin hat Rita hier die alleinige Macht über die Tante Pop und wird sich, wie immer herzensgut kümmern.

Wer Lust hat kann uns, also das Orchestre Miniature in the Park, natürlich sehen und hören – ich würde mich über Besuch freuen. Nutzt die Chance – allzu bald werden wir die folgenden Orte nicht wieder beehren können:

11.+12.8. Kaiserslautern / Alles muss raus - Festival (Sa 18.30Uhr / So 15Uhr, 17Uhr, 19.30Uhr)

13.8. Buchloe (das ist 70Km westlich von München) / Hirsch Lindenberg (21Uhr)

14.+15.8. Feldkirch (nahe Bodensee) / Poolbar Festival (je 21.30Uhr)

18.8. Ferrara (Italien) / Buskers Festival

17.-20.8. viele spontane Konzerte in Italien, so im weiteren Umkreis von Florenz

21+22.8. Rückweg mit Konzerten über Innsbruck, München und Nürnberg

...für aktuelle Informationen kann man auf die Homepage www.ompberlin.de oder auf die FB-Präsenz schauen.

Dienstag, 7. August 2012

Der Fall Pussy Riot - Yes we can!

1 Kommentar :
Keine Pussy
Hat wer gesagt Punk sei tot? Die Wahrnehmung ist verständlich, ist doch Punk hierzulande ein seniler alter Rentner geworden, zumindest wenn man das an Bands (und deren zugehörigen Fans) misst wie den Hosen, Slime, Broilers, Dritte Wahl etc. Es gibt feste Regeln, Rituale, Wiederholungen – also mindestens soviel Konservatismus wie in der CDU. Alles das, was er am Anfang nie sein wollte. Das schöne am Begriff 'Punk' ist aber, dass es keine feste Definition gibt. Man kann sogar soweit gehen und sagen, dass die die behaupten 'Punks' zu sein per se deshalb schonmal keine sein können.

Donnerstag, 2. August 2012

Show me yours, I'll show you mine - M. Walking On The Water 'Holy Night Of Rosemarie'

Keine Kommentare :
Wir möchten uns gegenseitig Musikvideos ans Herz legen, in der Hoffnung, dass auch unsere Leser vielleicht das ein oder andere Musikvideo entdecken, das ihnen gefällt und sie bis jetzt noch nicht kannten. Denn oft ist es ja so, dass die mitreißendsten Lobeshymnen für ein Musikvideo entstehen, wenn man jemand anderem näher darlegen möchte, warum gerade dieses Video so wundervoll ist.

Beim letzten Mal empfahl mir Rita das Video zu "Immaculate" von Shearwater.


Donnerstag, 26. Juli 2012

Brilliant und fast unbekannt: R. Stevie Moore

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R. Stevie Moore ©unknown
 
Wenn der Name dieser kleinen Serie bei irgendjemandem Sinn macht, dann ist das R. Stevie Moore. So, wer kennt den? Er bekam in den letzten Jahren durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit, weil doch immer mehr Menschen aufgeht was für ein wahnsinniges Lebenswerk dieser Ausnahmekünstler vollbracht hat. Eine Zahl: 400 Alben. Die meisten allein im Schlafzimmer aufgenommen. Wir suchten bereits ausführlich nach einer Definition für 'Indie' - Er ist die Personifizierung.

Das Gesamtwerk erschlägt den Neuling. Ich habe schon einige Zeit mit den Alben verbracht, kenne aber aufgrund der schieren Masse bislang auch nur ein Bruchteil seiner Stücke. Er scheint ein Getriebener zu sein, ein sehr freier und innovativer Geist. Was er schon in den 70ern machte sucht seinesgleichen. Jahrzehnte später, in den 90ern, kamen Bands wie die Moldy Peaches und generell die Anti-Folk-Szene auf, die eine ähnliche unprätentiöse und LoFi-ige Herangehensweise pflegen.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Video des Tages: "Sunny Afternoon" von Ray Davies

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Ach, es ist viel zu heiß für alles. Und was braucht man schon eine Yacht oder ein Auto? Ein kühles Bier im Park, das Glück des kleinen Mannes (und der kleinen Frau natürlich). Danke Ray Davies für dieses unvergleichliche Stück aus der popmusikalischen Historie. Für mich ist er so ziemlich der größte lebende Songwriter, auch wenn die Zeiten schonmal bessere waren. Umso schöner, wenn er dann seine alten Meisterwerke auspackt und dabei auch sichtlich Spaß an neckischen Textänderungen hat.


Sonntag, 22. Juli 2012

Der Mensch und die Musikkonserve

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Geschenktip in Zeiten des Spätkapitalismus
Verfügbarkeit von Musik aus der Konserve scheint uns selbstverständlich, genauso wie die Möglichkeit den Konsum nahezu beliebig steuern zu können. Die technische Reproduzierbarkeit von Tonaufnahmen ist schließlich schon seit Ende des 19. Jahrhunderts möglich. Doch war es seinerzeit nicht nur etwas besonderes irgendetwas Aufgenommenes zu hören – es war auch kaum möglich Einfluss auf die Titel zu nehmen. Bis in die 30er gab es nichtmal Radio, und nur vermögendere Menschen hatten Grammophone. Erst ab dann wurden Radios Alltagsgegenstände, allerdings in Deutschland mit dem primären Zweck NS-Propaganda an die Leute zu bringen. Man stelle sich vor, endlich kann man zu Hause Musik hören, und dann kommt ständig diese Propagandascheiße, die man sich mit anhören muss wenn man die Musik hören möchte.

Freitag, 20. Juli 2012

Gratismusik: Dresden Dolls - Down Under Tour 2012 DVD

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Jawoll, die Dresden Dolls spendieren für umme eine DVD (zum selbstbrennen, natürlich). Ihre Auftritte sind rar, da beide mit diversen Projekten beschäftigt sind. Amanda Palmer tourt dieses Jahr mit ihren Grand Theft Orchestra - das sollte man sich auf garkeinen Fall entgehen lassen! Die Show im Roten Salon im Juni war breathtaking! Mindestens! Jedenfalls, da man die beiden zusammen seltenst live sehen kann, ist das hier ein schöner Ersatz aus der Konserve.


Das Video ist nicht von der DVD, sondern von der ebenfalls gelungenen Paradise-DVD aus dem Jahr 2005.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Show me yours, I'll show you mine - Shearwater "Immaculate"

Keine Kommentare :
Photo: Annie Ray
Wir möchten uns gegenseitig Musikvideos ans Herz legen, in der Hoffnung, dass auch unsere Leser vielleicht das ein oder andere Musikvideo entdecken, das ihnen gefällt und sie bis jetzt noch nicht kannten. Denn oft ist es ja so, dass die mitreißendsten Lobeshymnen für ein Musikvideo entstehen, wenn man jemand anderem näher darlegen möchte, warum gerade dieses Video so wundervoll ist.

Beim letzten Mal empfahl mir Christian das Video zu "I Spy" von Mikhael Paskalev.