Mittwoch, 20. Mai 2015

Video des Tages: "Attention Span" von Razor Cunts

Razor Cunts
Seit über zwei Jahren gibt es in Berlin den UkeBoogie, eine Open Stage für alles außer Gitarren. In seinem Dunstkreis wurden in dieser Zeit diverse großartige Projekte geboren wie Sticky Biscuits, Neno & the jule thief und We're Only Made Of Snow. Der Berliner Boogie hat mit seinen zahlreichen Kollaborationen und der Spontanität etwas von der New Yorker Anti-Folk-Szene in ihren Anfangstagen, und das ist sehr schön mit anzuschauen. Seit kurzer Zeit gehört auch eine Band mit dem schönen Namen Razor Cunts zum Kanon der Bands aus diesem Umfeld. Und es ist geboten sie sich dringend anzuschauen.
Jane Flett und Ambika Thompson sind ein Cello-Duo, das nicht klingt wie ein Cello-Duo. Die Konzerte sind nicht sehr lang, aber dafür umso energiegeladener. Seit kurzem gibt es dieses wohl von George Lucas gedrehte Video zu 'Attention Span', sowie das für sehr zart besaitete Gemüter eher nicht empfehlenswerte 'Violent Violent'.

Auf Bandcamp ist die dazugehörige EP (dieser Trend zur EP bei kleinen hörenswerten Bandprojekten hängt vielleicht doch nicht nur mit dem Budget, sondern auch mit dem im Video besungenen Problem zusammen) namens Chickmeat anzuhören und für einen sehr kleinen Betrag digital zu erwerben.



Samstag, 16. Mai 2015

Orchestre Miniature in the Park - Songs About the Sun

Orchestre Miniature in the Park - Songs About the Sun (VÖ 26.06.2015)

Dies ist keine gewöhnliche Albumrezension. Wir sind beide persönlich stark befangen was das erste Album vom Orchestre Miniature in the Park angeht, weil wir beide in das Projekt verstrickt sind. Ich ganz besonders, da ich mich glücklich schätze Teil dieser Band zu sein und es somit sozusagen mein eigenes Album ist, welches ich hier besprechen sollte. Das ist nicht so einfach. Natürlich finde ich es großartig, und natürlich sollten alle Menschen es kaufen und lieben, aber das mögen Außenstehende vielleicht ganz anders sehen. Die nachfolgenden Sätze sind ausnahmsweise kein Lob und keine Kritik einer zugesteckten Aufnahme, sondern ein höchst persönlicher Blick auf das eigene Schaffen (und das Schaffen vieler befreundeter Menschen).

Samstag, 9. Mai 2015

Joe Pug auf Tour durch Deutschland. Los, hin da!

Werte Leserinnen und Leser,

es ist mal wieder an der Zeit, dass wir euch darum bitten, ein Konzert zu besuchen. Nicht irgendeins, sondern eines der Konzerte des wundervollen Joe Pug, Der gute Mann hat vor kurzem sein neuestes Album 'Windfall' veröffentlicht und ist nun im Juni für einige Konzerte zu Besuch. Wer da nicht hingeht, der ist es nun wirklich selbst Schuld. Denn Joe macht tolle Musik. Wie etwa 'Bright Beginnings'. Wir möchten gleich schon wieder, doch können wir das nicht schon wieder tun, ach was soll's: HACH!

31.05.2015 Berlin | Monarch
01.06.2015 Hamburg | Prinzenbar
02.06.2015 Köln | Blue Shell


Hochachtungsvoll, die Tante.

Freitag, 8. Mai 2015

Funkelnagelneu: We're Only Made Of Snow EP

We're Only Made Of Snow EP

Die Tante Pop ist von Zeit zu Zeit eine zuverlässige Quelle für tolle neue Musik, die nicht über die PR-Newsletter herein geflattert kommt. Ein solches Beispiel ist die Band We're Only Made Of Snow. Sie besteht erst seit wenigen Monaten und ist ein Projekt des schottischen Berliners und musikalischen Universalgenies Alex Highet. Er spielt alles was nicht schnell genug weglaufen kann, und braucht für seine in unzähligen kleinen Auftritten bewährte Stimme meistens kein Mikrofon. Die Lieder entstanden durch seine neu entflammte Liebe zum Akkordeon, und würden wunderbar ins New Yorker Sidewalk Café zwischen Phoebe Kreutz und Kimya Dawson passen.
Bring out the ropes and gags and cuffs,
Don't be afraid if you'll mess it up.
At least we'll have fun
Stumbling upon
The best ways to make each other come.
Bald gibt es dieses schöne Werk auch auf CD. Facebooker*innen folgen der Band hier, Twitter*innen hier, und Berliner*innen gehen jeden zweiten Mittwoch im Monat zum wundervollen UkeBoogie in der Ma Thilda-Bar und genießen Alex live und in Farbe.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Eine ungewöhnliche Ode an ein Lied: Future Islands - Seasons (Waiting On You)

Quelle
Es ist so. Wir wissen, wie es um dieses Lied nach dem Auftritt von Future Islands bei David Letterman bestellt ist. Das ist uns jedoch scheißegal. Ja, der Auftritt war super. Um nicht zu sagen: super verstörend und herzerwärmend. 'Seasons' kann einfach so viel mehr.

Dienstag, 5. Mai 2015

De Lux kündigen neues Album 'Generation' an

VÖ 26. Juni (Innovative Leisure)
Sehr oft, also eigentlich immer, ist Musik entweder nur tanzbar (= die Musik, die an öffentlichen Orten läuft, an denen mehrere Menschen tanzen) oder nur politisch/sozialkritisch. De Lux können aber beides und scheinen auf ihrem vor kurzem angekündigten neuen Album 'Generation' genau das zu machen: tanzbare Sozialkritik.

Einen ersten Song haben sie nämlich schon veröffentlicht, der da so klingt:



Was man da heraushören kann, wenn man möchte: 'Generation' wahrscheinlich eines der vielversprechendsten Alben, die man in diesem Jahr zu hören bekommen wird. Zwei unglaublich coole Jungs (sofern wir das beurteilen können) bewegen sich irgendwo auf den Pfaden von den Talking Heads und man möchte ihnen zujubeln. Dafür, dass sie etwas mit Substanz machen in diesem Brei aus sehr viel Nichtssagendem, das die Musikindustrie hervorbringt. Wir sind froh, dass die zwei Herren von De Lux keine anständigen Jobs haben und stattdessen ihr neues Album 'Generation' am 26. Juni via Innovative Leisure (Hanni El Khatib, Allah-Las, Nosaj Thing undnochganzvieleandere) veröffentlichen.

Los, Systemkritik, jetzt! Aber bitte das Tanzen dabei nicht vergessen.

Montag, 4. Mai 2015

Lowell :: Debütalbum & Tour

'We Loved Her Dearly' | 12. Juni (Arts & Crafts)
Lowell ist eine wundervolle kanadische Göre, die im letzten Jahr ihre EP 'I Killed Sara V.' herausgebracht hat und nun für den 12. Juni ihr Debütalbum 'We Loved Her Dearly' angekündigt hat. 

Lowell ist deshalb so eine wundervolle Göre, weil sie für etwas Großartiges zu kämpfen scheint: Gleichberechtigung. Dabei ist sie nicht etwa so nervig wie es etwa eine Alice Schwarzer sein könnte, sondern legt mit einem Lächeln in Gesicht und vielleicht noch einem Zwinker auf dem Auge den Finger genau dahin, wo es weh tut. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund ist doch niemals nervig - wie missionierende Menschen nun einmal sein können. Lowell missioniert nicht. Sie zeig nur einfach, wie es ist. Und das treibt hoffentlich vielen Menschen die Schamesröte ins Gesicht und unangenehme Wärme in den Körper und lässt sie etwas ändern. Denn der Ist-Zustand ist meistens kein schöner. Lowells Musik soll dann bitte der Soundtrack sein, der im Hintergrund läuft. Und nicht mehr aus dem Ohr geht.

Die gute Dame ist im Mai für einige Termine in Deutschland. Da sollte jeder hingehen. Wirklich.

10. Mai - Hamburg | Volt
11. Mai - Hannover | Lux
12. Mai - Berlin | Kantine am Berghain
23. Mai - Dormund | Way Back When Festival