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Montag, 8. Oktober 2012

Show me yours, I'll show you mine - Okkervil River "Our Life Is Not A Movie Or Maybe"

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Wir möchten uns gegenseitig Musikvideos ans Herz legen, in der Hoffnung, dass auch unsere Leser vielleicht das ein oder andere Musikvideo entdecken, das ihnen gefällt und sie bis jetzt noch nicht kannten. Denn oft ist es ja so, dass die mitreißendsten Lobeshymnen für ein Musikvideo entstehen, wenn man jemand anderem näher darlegen möchte, warum gerade dieses Video so wundervoll ist.

Beim letzten Mal empfahl mir Christian das Video zu "Holy Night Of Rosemarie" von M. Walking On The Water.









Werter Christian,

es ist so. Durch unsere kleine, nicht geplante Sommerpause und die Irrungen und Wirrungen des Lebens, verpasste ich es, dir zu antworten. Als ich mich nun also daran machte, dir zu antworten, da wusste ich gar nicht mehr, wie meine Reaktion war, als ich das Video das erste Mal sah. Dabei fiel mir auf, dass es noch nie der Fall war, dass ich ein Video kannte, dass du mir zeigtest. Und das finde ich toll.
Nun denn, ich kramte also in meinem Gedächtnis herum und fand den Begriff "verwirrend", den ich mir zu Holy Night Of Rosemarie gemerkt hatte. Beim erneuten Schauen des Videos änderte sich das auch nicht. Was noch hinzukam, war der Gedanke, dass das irgendwie alles ein wenig viel war für ein Video und ich manchmal das Gefühl hatte, Referenzen zu anderen Musikvideos (hauptsächlich aus den 80ern) zu erkennen, ohne aber in der Lage zu sein, dir sagen zu können, welche denn jetzt genau. Da stiftete dann wohl noch mehr Verwirrung. Allerdings soll das nicht heißen, dass ich das Video schlecht fand. Wahrscheinlich kann ich nur nicht mit ihm umgehen. Das Lied fand ich übrigens spitze. Wirklich!

Das Video, das ich dir nun vorstellen werde, ist wohl ein für mich persönlich sehr bedeutsames. Denn Okkervil River ist nun einmal die von mir am meisten geliebte Musikkapelle und ganz besonders dieses Lied ist sehr wichtig für mich. Das klingt jetzt sehr nach Drama, ist aber gar nicht so. 
Will Sheff sagt nur eben mit Our Life Is Not A Movie Or Maybe? in der Einfachheit dieses Satzes so unglaublich viel. Nicht nur deshalb spiele ich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mir eben diesen in die Haut stechen zu lassen. Allerdings bin ich zu feige und mir auch noch nicht sicher, ob das so clever ist. Jedenfalls: das Video zeigt so ziemlich genau, wie das Leben mit einem spielt und dass der Film im Film im Film... auch immer wieder Gleiches und doch so Unterschiedliches zeigt. Ich mag es sehr, wie in dem Video jeden Kleinigkeiten und Einzelheiten so viel Bedeutung zugemessen wird - so wie es im Leben doch eigentlich sein sollte. Oder gibt es das doch nur im Film? Eben das ist es, was die so einfache Erkenntnis ist - die Grenze zwischen Fiktion und Realität, wo ist die eigentlich? Und verschwimmt die nicht zu oft? Zudem finde ich es grandios, wie die Band am Ende in diesem Motel sitzt und sich völlig in sich und ihrer Musik verliert. Vielleicht mit das Einzige, was dir helfen kann, ist ja eben Musik. Ob du sie machst oder sie exzessiv hörst - es ist eben ein Weg, sich auszudrücken. So. Jetzt werde ich Okkervil River eben ein Denkmal bauen gehen. Oder sowas in der Art.


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