happiness is a warm gun

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Freitag, 22. Juni 2012

Show me yours, I'll show you mine - Mikhael Paskalev "I spy"

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Wir möchten uns gegenseitig Musikvideos ans Herz legen, in der Hoffnung, dass auch unsere Leser vielleicht das ein oder andere Musikvideo entdecken, das ihnen gefällt und sie bis jetzt noch nicht kannten. Denn oft ist es ja so, dass die mitreißendsten Lobeshymnen für ein Musikvideo entstehen, wenn man jemand anderem näher darlegen möchte, warum gerade dieses Video so wundervoll ist.




Hey Rita!

Der ist echt Jahrgang 1994! Ich glaubs nicht. Wie waren denn wir bitteschön mit 16/17? Mal abgesehen von mangelndem Talent - auch mit jenem hätten wir doch sowas nie Zustande gebracht. Vor allem diese Abgeklärtheit, die er ausstrahlt. Das geht doch garnicht mit 17 (natürlich hält man sich in dem Alter für furchtbar erwachsen, aber man ist es nicht). Ich staune. Besonders staune ich in dem Zusammenhang darüber, dass er sich soviel Zeit lässt - sowohl beim Lied als auch im Video, wo ja (fast) nichts passiert. Wenn ich an das Verhalten von 16jährigen (meines damals eingeschlossen) denke ist das letzte woran ich denke, dass man sich für irgendwas viel Zeit nimmt. Alles ist dringlich. Alles wird schnell langweilig, weil es soviel neues zu entdecken gibt. Da bin ich gespannt was von dem noch kommt, wenn er nicht früh den Drogen verfällt und am verflixten 27. Jahr scheitert. Immerhin wirkt so eine Farin-Urlaub-Gedächtnisfrisur nicht sonderlich erwachsen.

Ich habe ein weiteres "Indie"-Schmankerl. Eigentlich ist es für meinen Geschmack etwas zu sehr nach dem üblichen Indie-Lied-Schema gestrickt, aber man muss zugeben, es bleibt im Gehör hängen - und zwar nicht nervend wie z.B. The Lion sleeps tonight. Aber weg vom Löwen, hin zum Tonband. Selbiges soll wohl eine gewisse Zeitlosigkeit unterstreichen. Was aber viel wichtiger ist an dem Video: Er zeigt wo der Tanzhammer hängt! Ich finde, der Herr hats drauf. Bei dem Fertigfraß, den er da auf dem Tisch hat würde ich aber auch lieber tanzen als essen.

Ob das mit diesem weißen Schlüpper auch sexy sein kann vermag ich nicht zu beurteilen, aber ästhetisch hat das Gesamtkunstwerk jede Menge zu bieten. Interessant ist das Fahndungsplakat von Pretty Boy Floyd im Hintergrund. Er scheint sich damit in eine ganze Reihe Musiker, u.a. Woody Guthrie und Bob Dylan einreihen zu wollen, die sich mit ihm inhaltlich auseinandergesetzt und identifiziert haben. Vielleicht.

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