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Freitag, 10. Juni 2011

Nicolas Sturm und die Seefahrt

Kommentare :
Vor einiger Zeit spielte Nicolas Sturm zusammen mit dem Klingen Ensemble in der Kölner Lichtung. Ein schöner Abend war das. Und dabei spielte er der guten Tante Pop direkt mal ein Ständchen.

Foto: Erik Noir

Nicolas Sturm ist einer der wenigen Musiker, die es schaffen, in deutscher Sprache das so großartig auszudrücken, was sich bei anderen wohl eher kitschig oder nicht stimmig anhören würde. Zumindest höre  ich dies manchmal aus Liedern mit deutschen Texten heraus. Nicolas hingegen fasziniert immer wieder mit Liedern, die von der Problematik eines Doppellebens (wie es sich beispielsweise für einige Künstler ereignet, die leider nicht von ihrer Kunst alleine leben können) erzählen oder aber auch davon, wie es ist, ein Idealist zu sein.

Nicolas Sturm ist ein Mensch, der nicht so gerne erzählt. Zumindest hat man das Gefühl, er würde lieber einfach nur Musik machen, nicht aber selbst im Mittelpunkt und damit vor der Musik stehen. Doch wenn er etwas erzählt, dann hört man ihm ziemlich gerne zu. Denn auch das kann er gut - erzählen.




 « Schiffbruch sollte so etwas wie der Theme-Song sein, für eine EP mit Seemannsliedern - ob ich das jetzt noch realisiere, ist nocht nicht ganz sicher. Und Schiffbruch wäre dann dafür der Titelsong. Ein paar Lieder habe ich schon, die in einen Kontext gehören, ein Konzept sozusagen. Und das würde dann diese Seemannslieder-EP bilden. Ob das dann dieses Jahr noch realisierbar ist, weiß ich nicht genau.
Auf den Gedanken gekommen, solche Lieder zu schreiben, bin ich, weil ich Gedichte zu diesem Thema gelesen und mir auch selbst Geschichten ausgedacht habe. Erst sollte es eigentlich eine Person sein, mit Namen und einer eigenen Historie und die wandert durch diesen Zyklus. Das war meine erste Idee, aber ich denke, das werde ich doch nicht machen. Das ist dann doch zu speziell und macht es vielleicht sogar langweilig. Ich bin eigentlich auch gar kein Fan von Konzeptalben, deswegen muss ich jetzt auch nicht selbst damit anfangen. Und dann habe ich mir gedacht, es doch freier zu machen. Aber das Thema Seemann steht trotzdem noch.
Die Gedichte spielen in den zwanziger Jahren und das Leben des Seemanns damals war so ein bisschen wie das Leben eines Musikers - immer unterwegs sein. Das finde ich ganz cool, es hat dadurch gut zu den paar Songs gepasst, die ich schon hatte, die eigentlich gar nicht so viel mit Seefahrt oder Seemännern zu tun haben. Schiffbruch war für mich dann eher so der Kernsong. Das der jetzt als erstes fertig geworden ist, ist eher Zufall.
Das Video zu Schiffbruch habe ich irgendwo gefunden und fand, dass es so gut zum Lied und auch zum Text passt. Dieses 'verschwende deine Zeit', trägt das Video ganz gut, wie ich finde. Das Video zeigt die Apollo-11-Parade 1969, als Neil Armstrong und seine Kumpels wiederkommen. Und ich fand das Thema 'Warten' ziemlich toll. Für mich ist der Höhepunkt in dem Video die Stelle, an der die Parade vorbeizieht. Aber das sind ja nur zehn Sekunden. Die Zeit vorher und die Zeit danach ist eben das Warten. Der Anfang ist eher in Zeitlupe, die Parade selbst, die eigentlich den Fokus bilden sollte, geht sehr schnell vorbei.»

Kommentare :

  1. fantastisch der herr sturm - in meinen augen unter den deutschen kollegen der beste seiner zunft.
    auch schön übrigens - als support für nicolas in hamburg gesehen: der herr (niemand):
    http://www.youtube.com/watch?v=w4e9PbHgEmQ

    http://www.youtube.com/watch?v=ogfnwaVGK3U

    macht weiter so! eure seite und euer musigeschmack gefällt mir super!

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  2. lieber jonas,

    ganz genau so sehe ich das mit herr sturm auch. und danke für den tipp - der herr niemand gefällt mir auch sehr gut! das werde ich mal weiter verfolgen ;]
    und natürlich freut uns dein kompliment ganz schön sehr. man könnte fast sagen, wir sind rot geworden im gesicht. aber psst ;]

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