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Donnerstag, 28. Juli 2011

Gratismusik der besonderen Art: Daytrotter

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www.daytrotter.com
NACHTRAG: mittlerweile ist Daytrotter nicht mehr kostenlos und auch irgendwie nicht mehr das, was es mal war. Leider.
Seit mittlerweile fast vier Jahren beschert uns die wunderbare Seite Daytrotter eine Unmenge an großartigen Live-Aufnahmen noch großartigerer Songs toller Bands. Ganz schön viele Superlative und Lobkundungen sind das auf einmal. Jedoch hat es diese Seite verdient. Schließlich gibt es eine riesige Auswahl an Musik  - gratis zum Download!


Will Sheff von Okkervil River in der Version von Daytrotter.com
Beim ersten Besuch auf Daytrotter fällt wahrscheinlich als erstes auf, dass es keine Bilder gibt, beziehunsgweise keine Fotografien. Keine Bilder, die das Auge überfordern, alles viel zu schön erscheinen lassen und fast schon mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als die Inhalte der meisten Internetseiten. Dafür gibt es wunderhübsche Zeichnungen der präsentierten Musiker, bei denen man nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt, dass es jetzt beispielsweise Okkervil River oder auch Casiotone For The Painfully Alone sind, die dort portraitiert werden. Aber eben das macht den Charme dieser Zeichnungen aus und deutet schon daraufhin, wie liebevoll im Hause Daytrotter mit Musik und deren Darstellung umgegangen wird.

Zu Beginn des Projektes konnte man einfach auf Daytrotter.com gehen, sich die Live-Aufnahmen der Künstler anhören und runterladen. Mittlerweile braucht man zwar einen (natürlich kostenlosen) Account, um bei Daytrotter Songs herunterzuladen, doch dazu ist man gerne bereit. Auch ist es selbstverständlich, dass es mittlerweile den Aufruf dazu gibt, ein wenig Geld zu spenden. Wie es schon Radiohead mit kompletten Alben machten, so kann man auch bei Daytrotter einen Betrag nach Wahl eingeben, möchte man dieses Projekt finanziell unterstützen. Und das ist ziemlich nachvollziehbar, schließlich unterhalten die Damen und Herren eigens ein Studio (Horseshack) in Illinois, in dem solch großartige Musiker wie Bon Iver, Vampire Weekend oder auch die Cold War Kids immer mal wieder gerne Halt machen und ihre Songs in Versionen aufnehmen, die es so wahrscheinlich vorher nicht zu hören gab und mitunter die Musiker und ihre Songs in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Cold War Kids portraitiert von Daytrotter
So finde ich beispielsweise die Daytrotter-Version von We Used To Vacation der Cold War Kids um einiges eindringlicher, als die Original-Version. Einfach weil seine Verzweiflung nicht von all den Instrumenten überlagert wird, sondern ziemlich klar und deutlich heraussticht. Nicht immer sind die Live-Version unbedingt komplett anders, als die Original-Versionen der Lieder, doch ist es immer etwas anderes. Wozu schaut man sich Bands oder Musiker sonst live an? Und Daytrotter bieten quasi die Heimversion des Live-Auftrittes. Aber keinen bombastischen, sondern einen verzückenden, kleinen Wohnzimmerauftritt. Mit schönen Zeichnungen. Und viel Liebe zur Musik!

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