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Dienstag, 3. Juli 2012

Musik und Nebenwirkungen: Wenn alles fusioniert und doch jeder den anderen sucht

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Jeden Tag arbeiten kann man ruhig den Kapitalisten überlassen. ©Marc Seestaedt
Meine erste Fusion-Erfahrung. 4 Tage Hitze und pralle Sonne, unterbrochen von 2 Gewitterchen. Meine Vorurteile bezüglich Drogenfestival haben sich voll und ganz bestätigt (ich war nur auf Rhabarerschorle), der Rest ist aber ungemein sympathisch. Keine Fußball-Großübertragungen, keine Nationalflaggen, leckerstes vegetarisches Essen – ich bin begeistert. Trotzdem sind 4 Tage eine ganze Menge, und am letzten haben meine Kopfschmerzen den BumBum-Takt des ewig präsenten Elektrogedudels angenommen.


Donnerstag
Prima. Unkomplizierte Anreise, schöner Zeltplatz. Als erstes Konzert gab es direkt ein Highlight – die von mir über alles verehrte Dota samt ihren Stadtpiraten. Wie das so ist, langsam aber sicher fängt dann schnell alles an zu verschwimmen. Hauptbeschäftigung: Leute treffen. Das Rhabarerschorlenlevel ist von Anfang an hoch.

Freitag
Verschwommen. Noch höheres Rhabarberschorlenlevel. Leute treffen. Langsam einsehen dass ohne Handyempfang Verabredungen kompliziert sind. Früher ging das auch, aber leider haben die Menschen das verlernt / nie erlernt. Das klappt also auch nicht wirklich. Merke: Wenn eine Mindestmenge an Freunden ebenfalls auf dem Festival weilt (ca. >7) sollte man sich am besten einfach treiben lassen und stößt schon früher oder später auf bekannte Gesichter. Nur Nachts ist das mit dem stoßen nicht so einfach. Highlight des Tages: Osaka Monaurail, eine unfassbar großartige japanische 60ies-Band. Danach war auch schön früh in der Nacht Bettruhe angesagt, denn...



Samstag
...am nächsten Tag spielten wir, das Orchestre Miniature in the Park, zur Fusion-Geisterstunde um 12Uhr Mittags ein wunderbares Konzert. Es war furios und die Band sehr high, natürlich nur wegen dem schönen Konzert. Deshalb zog es uns später für ein extra Konzert an den See – der einzige Ort an dem ich Stille bewusst wahrgenommen habe. Später am Abend: Stereo Total. Großes Kino. Danach sorgte Mutter Natur für noch größeres Kino, aber dank der Beschränkung auf Rhabarberschorle und Schokolade als Drogen war die Sicherheit der Unterkunft von mir immer im ungetrübten Blick.



Sonntag
Club Mate muss her. Ein Festival sollte nur 3 ereignisreiche Tage bieten. Irgendwie war eine Sättigung erreicht und Geist und Körper pflegebedürftig. Der Anfang war schwer, aber ich traf nette Menschen und zu guter Letzt spielten die unvergleichlichen Trike auf einer kleinen versteckten Bühne auf. Ein Highlight zum Schluss, und wenns am schönsten ist soll man ja bekanntlich gehen. Zur Feier des Tages gab es einen Bananenshake.



Staub – Klamotten. Dreck – Körper. Kopfweh – Elektrobumbum. Menschen miteinander. Musiker miteinander. Alle haben fusioniert. Jetzt ist mir die Namensgebung klar geworden. Danke, Fusion.

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