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Mittwoch, 4. Mai 2011

Kleinode deutschsprachiger Musik (1): Huah! - Was soll ich mit der Welt wenn ich dich nicht habe (1990)

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In einer losen Serie stelle ich Werke vor, die vordergründig eines gemeinsam haben: Sie wurden in deutscher Sprache verfasst. Das alleine ist natürlich keinerlei Qualitätskriterium. Nein, mich interessiert ein kreativer Umgang mit selbiger.

Huah!
Heute habe ich mir ein Werk von Huah! ausgesucht - eine richtungsweisende, von 1985-92 existierende Band aus Hamburg, gegründet vom mittlerweile nicht ganz unbekannten Knarf Rellöm. Sie sangen über sehr alltägliche Sachen, z.b. wie es ist in einem Dorf zu wohnen, die demotivierende Einwirkung des Alltags auf die Morgens-aufsteh-Motivation, über die Reue nach dem Danebenbenehmen auf einer Party - und eben auch ganz ungebrochene Liebeslieder.

Das meiner Meinung nach schönste davon ist das hier sogar mit großartigem Musikvideo gezeigte Was soll ich mit der Welt wenn ich dich nicht habe. Es kommt einem, ohne es vorher jemals bewusst gehört zu haben, sehr vertraut vor. Die musikalischen und textlichen Versatzstücke sind einfach und im einzelnen auch nicht neu, aber so ansprechend zusammengesetzt, dass ein wirklich hübsches, unschuldiges Liebeslied dabei herauskommt. Ich höre es gerne - ich finde es passt gut zum sonnigen Wetter, welches wir grade genießen dürfen.


Zum Schluss darf der Autor selbst, Knarf Rellöm, noch zu Wort kommen:
Textlich beeinflusst von Leonard Cohens Weltregierungsübernahme-Song 'First we take Manhattan, then we take Berlin'. Ich hatte den Refrain zuerst und wollte etwas Paranoides dazu, da kam mir die Weltregierung sehr gelegen. Ich rechne es München hoch an, dass mir der blöde Münchendiss in diesem Stück dortselbst nie vorgehalten wurde.
aus den Linernotes zum Album Was machen Huah! jetzt? (Re-Release von 2005)

Ich halte den Münchendiss für gerechtfertigt. :)

Damals war zeitweise auch Bernadette La Hengst an Huah! beteiligt. Falls man die beiden zusammen in berauschenden, wilden Konzerten sehen will - sie haben, zusammen mit GUZ von den Aeronauten, die fabelhafte Band Die Zukunft und touren hin und wieder durch die Lande.

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