Tante Pop

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Mittwoch, 30. Juli 2014

Video des Tages: "Bad Salzuflen weltweit + Unten am Hafen" von Bernd Begemann & Die Befreiung

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Es ist nicht zu fassen, aber unser letzter Beitrag über Bernd Begemann stammt aus dem Jahr 2011! Das darf garnicht sein, man sollte wöchentlich über Bernd Begemann reden. Man muss ihm aber auch böse sein, denn in der Zwischenzeit gab es nur ein Best-of Album, ein neues Werk lässt allerdings auf sich warten.

Deswegen, und um auf den Artikel über die gut bestückte Soundcloud-Seite von Fast Weltweit Bezug zu nehmen, hier eine famose Version von 'Bad Salzuflen weltweit', gefolgt von seinem größten Smasher 'Unten am Hafen' (konsequenterweise eher ein Hamburg-Lied).

Dienstag, 29. Juli 2014

Soundcloud Schau: Fast Weltweit

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Was Youtube für Filmchen ist, ist Soundcloud bekanntlich für alles im Audiosektor. Die Massen an Material sind mittlerweile gigantisch, und man kann sich stundenlang in den Tiefen der guten und schlechten Cover, der fantastilliarden Podcasts und Mixe, sowie obskuren alten Schätzen verlieren.

Fast Weltweit, dieser Name ist auf unseren Seiten kein unbekannter. Vor vielen Jahren schroben wir bereits ausführlich über dieses legendäre, kleine Label aus Bad Salzuflen.

In den 1980ern bahnten sich dort in der Provinz musikalische Dammbrüche an, ohne dasss es jemand mitbekommen hat. In diversen Konstellationen musizierten zusammen (heute) nicht ganz unbekannte Menschen wie Jochen Distelmeyer, Bernadette LaHengst, Bernd Begemann, Frank Spilker und diverse andere begabte Menschen. Sie schufen die Grundlage für das, was später Die Sterne, Blumfeld, Die Braut haut ins Auge und Die Antwort werden sollte.

Musik und Nebenwirkungen: Täglich frische Streamen auf den Rücken der Kreativen

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Ist jetzt alles in der Cloud - der Rest kann zu Schalen verarbeitet werden. ©Frédéric Thiphagne
George E. Webb wollte es ab 1909 in Wilmington, Delaware, besser machen. Seine Vision: Musikabruf on demand. Seinen "Tel-Musici"-Service rief man an und buchte entweder ein Programm oder sogar das Abspielen eines bestimmten Stückes. Das kostete drei Cent Gebühr, eine ganze Oper sieben Cent. Eine Abo-Gebühr gab es in diesem Dumping-Modell nicht, aber einen Mindestumsatz von 18 Dollar im Jahr. Das reichte nicht: Tel-Musici hielt sich nur bis 1911.

So alt die Idee des Musikstreams auch ist, so revolutionär ändert sie in diesem Jahrzehnt die Besitzgewohnheiten der Massen. Egal welches Tonträgermedium in den letzten hundert Jahren angesagt war – wer sich nicht nur berieseln lassen wollte, sondern selbst Musik aussuchen, erwarb einen Tonträger und damit (zumindest theoretisch) unbeschränkte private Nutzungsrechte. Selbst in der Post-Tonträgerära wird/wurde immerhin noch der ulkige Dateien-Kaufvorgang vollzogen, welcher nach anfänglichen Einschränkungen heutzutage wohl mehrheitlich uneingeschränkte Nutzung verspricht. Das alles geht nun den Weg des fortschreitenden Kapitalismus - es wird geleast, gemietet, getauscht und verliehen, nur der Besitz erscheint in immer mehr Lebensbereichen nicht mehr erstrebenswert zu sein.

Freitag, 25. Juli 2014

Funkelnagelneu: "Kehrtage" von Chuckamuck

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Dem Image der verpeilten Jungs mit ihren schrammeligen Liedern werden Chuckamuck auch in ihrem neuesten Werk 'Kehrtage' gerecht. Es ist der Vorbote ihrer im August erscheinenen EP Im Knast, und wir finden Künstler, die das Format der EP hochleben lassen, schon allein deswegen sympathischer. Ihre letzte EP Omlett (kann hier runtergeladen werden) aus dem Jahr 2012 hat Freude bereitet, und so stehen die Chancen gut, dass wir auch mit Im Knast auf unsere Kosten kommen.

Das Video ist so, wie man es sich vorstellen würde, müsste man zur Chuckamuck-Musik ein Video produzieren.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Soundcloud Schau: Smithsonian Folkways

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Was Youtube für Filmchen ist, ist Soundcloud bekanntlich für alles im Audiosektor. Die Massen an Material sind mittlerweile gigantisch, und man kann sich stundenlang in den Tiefen der guten und schlechten Cover, der fantastilliarden Podcasts und Mixe, sowie der obskuren alten Schätze verlieren.

© Smithsonian Folkways
Vorstellen wollen wir diesmal Smithsonian Folkways. Der Name 'Smithsonian' wird vielen Menschen etwas sagen, und auch die über eine Million Follower bei Soundcloud zeugen von einer geschmacksübergreifenden Bekanntheit. Folkways ist ein offizieller Teil der Smithsonian Institution:

Smithsonian Folkways Recordings is the nonprofit record label of the Smithsonian Institution, the national museum of the United States. We are dedicated to supporting cultural diversity and increased understanding among peoples through the documentation, preservation, and dissemination of sound. We believe that musical and cultural diversity contributes to the vitality and quality of life throughout the world. Through the dissemination of audio recordings and educational materials we seek to strengthen people's engagement with their own cultural heritage and to enhance their awareness and appreciation of the cultural heritage of others.

- www.folkways.si.edu/about_us/mission_history.aspx

Freitag, 18. Juli 2014

Funkelnagelneu: 'Miss My Friends' von Zeus

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Wie hieß die Band noch gleich?
Sehr lange haben wir musikaffinen Menschen (also alle, die solche Namen wie Jason Derulo oder Justin Bieber nicht mit Musik verbinden) auf einen neuen Song warten müssen. Zumindest wenn man nach dem Zeitalter der Tweets und Posts geht.

Ist aber auch eigentlich alles ziemlich egal, denn die Hauptsache ist: Zeus sind wieder da! Ja, genau, die großartigen Nerds aus Kanada!

'Classic Zeus' wird ihr neues, drittes Album heißen, dass am 5. September erscheinen wird. Damit ist auch direkt klar, wie das Album wohl klingen wird: genau so, wie Zeus nun immer klingen. Was jetzt in keinster Weise heißen soll, dass sich die Herrschaften wiederholen. Nein. Aber man kann sich bei ihnen auf immer gute Songs verlassen und wasauchimmer es da für ein Trinkwasser in manchen Teilen von Kanada gibt: sie machen einfach gute Musik. 

Der erste Song 'Miss My Friends' ist da auch schon direkt der Beweis dafür, dass sich die Herrschaften nicht wiederholen. Wo die Lieder auf 'Busting Visions' (2012) noch eher auf Anlehnungen zu T.Rex oder anderen sehr stark gitarrenverliebten Musikern erinnerte, ist 'Miss My Friends' ein wunderschöner Popsong und nebenher auch noch eine Ode an die Freundschaft. Deren Wert man ja auch meistens erst dann erkennt, wenn es zu spät ist. Hach.


Die schönsten Originale zu Ramones Covern

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Das Ableben von Tommy Ramone führt unweigerlich zur erneuten Auseinandersetzung mit dem Oeuvre der Band. Im Video des Tages zu 'I don't want to grow up' machten wir schon auf das (wie zu erwarten) herrliche Original von Tom Waits aufmerksam, aber es gibt im Ramones-Universum noch einige andere Schmankerl in der Original-Kiste.

Beispielsweise 'Palisades Park', welches schon 1962 sehr beschwingt daher kam:




Donnerstag, 17. Juli 2014

Video des Tages: "I don't want to grow up" von Tom Waits

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Die Original-Ramones sind jetzt also alle hinüber. Durchschnittlich wird man demnach als Punker der ersten Stunde ungefähr 55 Jahre alt. Ich glaube das ist um einiges länger als sie selbst in ihren frühen 20ern erwartet haben.

Dank akkordarbeit wissen wir, dass die Beatsteaks mit einem Cover von 'I don't wanna grow up' kondulieren. Die Ramones-Version ist auch wirklich toll (und das beste Lied ihres letzten Albums, nebst dem schlichten, aber schönen 'Life's a gas'), aber es muss doch bitteschön angemerkt werden, dass das ein fabulöses Tom Waits-Lied ist und in seiner originären Kauzigkeit unschlagbar.

Deswegen schauen wir uns an dieser Stelle lieber nochmal das ebenfalls fabulöse Video dazu an. Zum Glück lebt wenigstens dieser Tom noch...

Und ein dreifaches HEY HO! auf die Ramones...

Montag, 14. Juli 2014

Sticky Biscuits – The sad reasons people go into particle physics

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Der Name war für das Duo eine schwere Geburt, doch die monatelange Suche hat sich gelohnt. Die Bedeutung erschließt sich dem Nicht-Muttersprachler nicht unbedingt auf den ersten Blick, sorgt aber doch für ein heiteres Gesprächsthema:
A group of lads wank over a biscuit, and the last to cum on it has to eat, the now "sticky biscuit"

Klebrig sind die Lieder ihres ersten Albums auf jeden Fall. Neun Werke haben es auf The sad reasons people go into particle physics geschafft, und sie drehen sich alle um einen nerdigen, comichaften Kosmos aus zwischenmenschlichen Betrachtungen und unvermeidbaren Beobachtungen. 'Ungoogleable you' ist eine solche Beoachtung. Das Maß an gesellschaftlich akzeptiertem Stalking hat dermaßen beängstigende Ausmaße angenommen, dass im Internet vermeintlich unauffindbare Personen vielen schon obskur erscheinen. Gewöhnliche Band- und Familiennamen sind zukünftig entweder Schutz oder ein Ticket in die Bedeutungslosigkeit, je nachdem wie man das sehen möchte. Mit 'Sticky Biscuits' haben es die beiden übrigens ganz gut getroffen – sie sind damit deutlich einfacher zu finden als ich es erwartet hätte. Solcherlei Albumnamen tragen ihr Übriges dazu bei.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Funkelnagelneu: "Pisse" von Schnipo Schranke

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Wir müssen zugeben, wir sind schon ziemliche Romantikerin und Romantiker. Das führt von Zeit zu Zeit zur Verherrlichung besonders cheesiger Lieder. Jetzt ist es mal wieder an der Zeit - es muss am schönen Sommer liegen. Die hippe neue Band Schnipo Schranke hat es raus mit der Romantik. Wir sehen und hören 'Pisse', ein Vorgeschmack auf das noch bevorstehende Debütalbum der beiden HipHop-Chanson-Fuckerinnen. Dieser Konzertmitschnitt zeigt, dass auch im größeren Teil ihres bisherigen Repertoires das Romantisieren im Vordergrund steht. Wir lieben sie, und sind jederzeit bereit auch ein zweites oder drittes Thema zu sponsern, damit auch das zweite und dritte Album ein voller Erfolg werden. Nummer 1 wird es ganz sicher.



Dienstag, 1. Juli 2014

Dokuzeit - The Search For Robert Johnson

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Robert Johnson, Mitglied des Club 27, ist eines der größten Mysterien der neueren Musikgeschichte. Seine wenigen Aufnahmen haben viele berühmte Gitarristen nachhaltig geprägt, seine Lieder sind nach seinem Tod zu Standards geworden. Insbesondere 'Sweet Home Chicago' dürfte in der westlichen Welt allgemein bekannt sein. Doch über den Menschen wusste man lange fast nichts, und auch heute sind die gesicherten Informationen spärlich.

Nicht nur sein Tod ist von wilden Legenden umgeben, auch wie er zu dem Blues-Mastermind wurde ist nebulös. Diese sehenswerte Dokumentation arbeitet an seinen Wirkungsstätten alles Rekonstruierbare auf. Der Film ist mit dem Entstehungsjahr 1991 nicht mehr der frischeste, aber es hat den ungemeinen Vorteil, das tatsächlich verblüffend zahlreiche WeggefährtInnen zu Wort kommen. Darunter befinden sich sogar zwei Ex-Freundinnen. Das führt dazu, dass doch etwas Licht ins Dunkel gebracht wird und sich der Charakter erschließen lässt.

Es gibt sogar (damals) lebende Zeugen seines sagenumwobenen Todes...